Die Behandlung chronischer Wunden

Lymphödeme sind oft aufgrund verschiedener Grunderkrankungen mit chronischen Wunden und Wundheilungsstörungen vergesellschaftet. Ein Therapieschwerpunkt der Foeldiklinik besteht im modernen phasengerechten Wundmanagement entsprechend den Kriterien und Standards der nationalen und internationalen Fachgesellschaften (DGfW: Deutsche Gesellschaft für Wundheilung, ICW: Initiative Chronische Wunde, EWMA: European Wound Management Association).

Die Behandlung chronischer Wunden trägt nur Erfolg wenn neben der lokalen Wundbehandlung Diagnose und Therapie der Grunderkrankung in einem interdisziplinären Konzept berücksichtigt werden. Eine weitere Therapiesäule besteht in der optimalen Entstauungstherapie sowie der Möglichkeit chirurgischer Wundreinigungen sowie dem abschließenden Defektverschluss durch Hauttransplantation.

Wundspektrum

  • Ulcus cruris bei Phlebolymphödem (CVI – chronisch venöse Insuffizienz, PTS – postthrombotisches Syndrom)
  • Wundheilungsstörung infolge Mazeration, Mykose, Erysipel, Abszeß, nekrotisierender Fasziitis bei chron. Lymphödem St. III
  • Diabetes mellitus
  • Chron. Wundheilungsstörung nach chirurgischer Behandlung o. Bestrahlung einer Krebserkrankung (evtl. mit sekundärem Lymphödem)
  • Palliative Wundsituation
  • Iatrogene Wundheilungsstörung (nach Operationen oder medizinischen Eingriffen)
  • Posttraumatische Wundheilungsstörung

Die Aufnahme erfolgt über Reha- oder AHB-Antrag.
Vor der stationären Aufnahme müssen der Patientenverwaltung vorliegen:

  • Aktueller Bakteriologiebefund inkl. MRSA und MRGN
  • Relevante Befunde und Arztberichte, Wunddokumentation, Bilddokumentation, Wundausmaß
  • Angaben zu Grunderkrankungen - Multimorbidität, Mobilität, Pflegeaufwand, Notwendigkeit eines Krankenbettes
  • Befunddurchsicht durch Facharzt
  • Je nach Behandlungs- und Pflegeaufwand muß ein Sonderentgeld gegenüber den Kostenträgern beantragt werden
Wunden