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Therapiekonzept der Földiklinik bei Ödemerkrankung

Die Földiklinik ist ein europäisches Zentrum für Lymphologie. Lymphologie ist die Lehre vom Lymphsystem (Teil des Körpers, der die Abwehr und Flüssigkeiten steuert). Die Földiklinik hilft vielen Patienten aus dem Inland und dem Ausland. Sie hilft, Ödembeschwerden (Schwellungen durch Flüssigkeit) zu verringern. Sie hilft auch bei Begleiterkrankungen (andere Krankheiten, die zusammen auftreten).

Die Therapie-Spezialisierung liegt auf der Behandlung folgender Krankheitsbilder:

  • Sekundäre Lymphödeme (Lymphschwellung durch eine andere Krankheit oder Behandlung)
  • Primäre Lymphödeme (Lymphschwellung durch angeborene Probleme)
  • Phlebologische Ödeme (Schwellungen durch Probleme mit den Venen; Venen sind Blutgefäße, die zum Herzen führen)
  • Multikausale, Adipositas assoziierte Ödem (Schwellungen durch mehrere Ursachen und durch Fettleibigkeit (starkes Übergewicht))
  • Ödemerkrankungen mit chronischen Wunden (Schwellungen mit lang andauernden offenen Stellen auf der Haut)

Schwerpunkte

Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie. Das ist eine Behandlung mit mehreren physikalischen Methoden. Die Behandlung soll die Ödeme verringern.

Ein Teil der Behandlung sind Techniken aus der physiotherapeutischen Ödemtherapie. Ein Beispiel ist die Kompressionsbandage (Bandage, die Druck macht). Die Bandage hilft, die Flüssigkeit aus dem Gewebe zu verschieben.

Die Therapeuten der Földiklinik legen für jedes Ödem eine passende Kompressionsbandage an. Die Bandagen sind oft mit Schaumstoff gepolstert. Die Bandagen drücken die Ödemflüssigkeit (Flüssigkeit im Gewebe) weg. Die Bandagen helfen auch, verhärtetes Gewebe weicher zu machen.

Bewegung gehört zur Behandlung dazu. Bewegung aktiviert die venöse und lymphatische Muskel- und Gelenkpumpe (Muskel-Bewegung, die den Rückfluss von Blut und Lymphe fördert). Die Bewegung verbessert den lymphatischen Rückfluss (das Zurückfließen der Lymphflüssigkeit).

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine spezielle Massage. Sie lockert besonders verhärtetes, fibrotisches Lymphödemgewebe (feste Stellen im Gewebe). Die Massage mobilisiert die Ödemflüssigkeit. Die Manuelle Lymphdrainage wird an die Ödemdiagnose und das Lymphödemstadium (Stärke der Erkrankung) angepasst.

Sanfte, kreisende Lymphdrainagegriffe (Handgriffe) können die Lymphgefäßtätigkeit (Arbeit der kleinen Gefäße) anregen. Stärkere, tiefergehende Griffe lockern verhärtetes Gewebe.

Begleiterkrankungen

Patienten mit Lymphödem haben oft eine schwächere Immunabwehr (Abwehr des Körpers an einer bestimmten Stelle). Durch diese schwächere Abwehr kommen häufiger Infektionen vor. Eine typische Begleiterkrankung ist das Erysipel (auch genannt Wundrose, eine bakterielle Hautinfektion).

Eine gute Schulung (Erklärung und Übung) zu diesem Problem ist wichtig. Ebenso wichtig sind Hautpflege und Hautsanierung (Behandlung der Haut). Patienten lernen auch Behandlungstechniken und das Anlegen einer Selbstbandage (eigene Bandage anlegen). Das gehört zur Therapie während des Rehabilitationsaufenthalts (Behandlungs- und Erholungszeit).

Therapie

Die erfolgreiche Therapie von Ödemen und Begleitenden Erkrankungen braucht einen ganzheitlichen Therapieansatz (Behandlung des ganzen Menschen). Andere Diagnosen können die Behandlung verändern. Dazu gehören orthopädische Diagnosen (Gelenk- und Muskelprobleme), internistische Diagnosen (Innere Medizin) oder psychologische Diagnosen (Seelische Probleme). Nach einer ärztlichen Untersuchung und Diagnose werden die therapeutischen Maßnahmen an Ihre Erkrankung angepasst.

Bestandteile der Therapie können sein:

  • Manuelle Lymphdrainage (spezielle Massage für die Lymphe)
  • Hautpflege (Schutz und Pflege der Haut)
  • Kompressiontherapie (Bandagen oder Strümpfe, die Druck geben)
  • Sport- und Bewegungstherapie (Bewegung zur Verbesserung der Pumpfunktion)
  • Physiotherapie (Bewegungs- und Heilübungen)
  • Ergotherapie (Hilfe bei Alltags-Aktivitäten)
  • Psychologische Therapie (Hilfe bei seelischen Belastungen)
  • Ernährungsmedizin (Beratung zum Essen und Gewicht)
  • Schmerztherapie (Behandlung von Schmerzen)
  • Gesundheitsvorträge und Schulungen (Information und Übung)
  • Sozialberatung (Hilfe bei sozialen und finanziellen Fragen)

Therapie bei Lipalgie-Syndrom (vormals Lipödem-Syndrom)

Vom Lipödem zum Lipalgie-Syndrom

Zeitnahe Abklärung bei Verdacht auf das Lipalgie-Syndrom (vormals Lipödem-Syndrom)

Zweitmeinung zur Liposuktion (Fett-Absaugung)

Das Lipalgie-Syndrom betrifft vor allem Frauen.

Man erkennt das Lipalgie-Syndrom an zwei wichtigen Merkmalen:

  • Ungleich verteiltes Fettgewebe vor allem an den Beinen. Manchmal auch an den Armen.

   Plus

  • Schmerzen oder andere Beschwerden in diesem Fettgewebe.

Viele Frauen mit Lipalgie-Syndrom haben zusätzlich Übergewicht oder Adipositas (starkes Übergewicht).

Viele haben auch weniger körperliche Fitness.

Viele haben psychische Belastungen oder psychische Störungen.

Das können zum Beispiel Depression, posttraumatische Symptome (Verhalten nach schlimmen Erlebnissen) oder Essstörungen sein.

Viele Betroffene berichten von Problemen mit Selbst-Akzeptanz (sich selbst annehmen).

Das liegt oft am schlanken Schönheits-Ideal.

Die Therapie beim Lipalgie-Syndrom ist interdisziplinär (verschiedene Fach-Leute arbeiten zusammen).

Die Therapie ist auch multimodal (mehrere Behandlungs-Arten zusammen).

Die Földiklinik hat ein spezielles Programm für das Lipalgie-Syndrom entwickelt. Das Programm richtet sich nach neuen wissenschaftlichen Ergebnissen.

Die Basis sind der International Consensus zum Lipödem 2020 (2020, zweitausendzwanzig) und die neue S2k Leitlinie Lipödem vom Januar 2024 (2024, zweitausendvierundzwanzig).

Wichtig zu wissen:

Das Lipalgie-Syndrom ist keine Ödem-Erkrankung (keine Wassereinlagerung im Gewebe).

Die neue S2k Leitlinie Lipödem sagt: Beim Lipalgie-Syndrom geht es in erster Linie nicht um eine Störung der Venen oder des Lymph-Systems.

Deshalb braucht man beim reinen Lipalgie-Syndrom keine entstauende Therapie (Behandlung gegen Flüssigkeits-Stau).

Die Földiklinik ist ein Europäisches Zentrum für Lymphologie (Forschung und Behandlung für das Lymph-System).

Die Klinik passt Diagnostik (Untersuchungen) und Therapie immer an den neuesten wissenschaftlichen Stand an.

Darum führen wir bei Frauen mit reinem Lipalgie-Syndrom keine Manuellen Lymphdrainagen (Hand-Massage für das Lymph-System) mehr durch.

Moderne interdisziplinäre multimodale Therapie des Lipalgie-Syndroms

  • Physio- und Bewegungstherapie in Kompression (mit Kompressions-Strümpfen oder Kompressions-Anzug).
  • Psychosoziale Therapie (Hilfe für Psyche und Alltag).
  • Gewichts-Management (Hilfe beim Abnehmen oder Gewicht halten).
  • Selbstmanagement (Wie Sie sich selbst im Alltag helfen können).
  • Liposuktion (Fett-Absaugung) nur in gut ausgesuchten Fällen.

Das interdisziplinäre multimodale Programm der Földiklinik für das Lipalgie-Syndrom

  • Fitnesstest beim Beginn und beim Ende des Programms.
  • Individuelle Trainings-Beratung für das Training bei Lipalgie-Syndrom (vormals Lipödem-Syndrom).
  • Kompressionstherapie beim Lipalgie-Syndrom (vormals Lipödem-Syndrom).
  • Ärztlicher Vortrag zum Lipalgie-Syndrom (vormals Lipödem-Syndrom).
  • Psychologisch geleitete Gruppe zum Lipalgie-Syndrom. Sie ist ein interaktiver Workshop zu psychischen Themen.
  • Ernährungsgruppe zum Lipalgie-Syndrom (vormals Lipödem-Syndrom).
  • Bewegungsgruppe zum Lipalgie-Syndrom (vormals Lipödem-Syndrom).
  • Adipositas-Beratung für Frauen mit Lipalgie-Syndrom und schwerer Adipositas (starkes Übergewicht). Schwer kann zum Beispiel bedeuten: Body-Mass-Index 40 (vierzig) Kilogramm pro Quadratmeter.

Weitere Informationen finden Sie hier

 

Der lange Weg zur richtigen Behandlung

Viele Patienten haben großen Schmerz. Sie müssen lange warten, bis sie die richtige Diagnose (Erkennung der Krankheit) und Behandlung (Heilung) bekommen. Sie kommen in die Földiklinik. Dort bekommen sie endlich eine gute Therapie (Behandlung).

Manuelle Lymphdrainage

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine medizinische Massage. Sie behandelt Lymphödeme (geschwollene Körperteile durch zu viel Flüssigkeit).

Die Behandlung passt sich an die Haut und an die Ödem-Situation an. Mit sanften Griffen wird der Transport der Lymphflüssigkeit (Flüssigkeit im Körper) in den Lymphgefäßen (kleine Gefäße im Körper) angeregt. Die Flüssigkeit im Gewebe wird dadurch bewegt.

Ist das Ödem-Gewebe fest und hart, werden festere, knetende Griffe eingesetzt. Das nennt man Fibrosetechnik (eine spezielle Technik).

Die Manuelle Lymphdrainage kann je nach Schwere der Krankheit jeden Tag angewendet werden. Sie ist Teil der Komplexen physikalischen Entstauungs-therapie (eine Behandlung mit mehreren Teilen gegen Schwellungen).

Die Földischule sucht engagierte Fachlehrerinnen und Fachlehrer und Dozentinnen und Dozenten für das Fachgebiet Manuelle Lymphdrainage und für die Komplexe physikalische Entstauungs-therapie. Sie sollen ihr Wissen praktisch weitergeben. Sie sollen die lymphologische Versorgung (die Behandlung von Lymph-Erkrankungen) von morgen mitgestalten.

Physiotherapie

Die Physiotherapie hilft, wenn der Körper nicht richtig funktioniert. Es gibt verschiedene Techniken, die dafür genutzt werden. Das Ziel ist, die Bewegungsfähigkeit und die Schmerzfreiheit zu verbessern. Auch die täglichen Aktivitäten sollen leichter werden. Wenn jemand Probleme hat, bekommt er eine Untersuchung und eine Beurteilung in der Physiotherapie.

Es gibt viele Gruppenangebote in der Physiotherapie. Bei Bedarf kann man auch Einzelbehandlungen bekommen. So wird der Erfolg der Rehabilitation unterstützt.

Die Kompressionsbandage

Die Bandagierung ist ein wichtiger Teil der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie. Normalerweise wird die Kompressionsbandage direkt nach der Manuellen Lymphdrainage angelegt. Sie bekommen spezielle Unterpolsterungen aus Schaumstoff. Diese sind zusammen mit einem Kompressionsverband aus elastischen Kompressionsbinden gemacht. Diese unterstützen die manuelle Entstauung. Sie lockern das Ödemgewebe und verbessern den Behandlungserfolg.

Kompressionssysteme

Es gibt neue Kompressionssysteme. Dazu gehört die medizinisch adaptive Kompression MAK und die intermittierende pneumatische Kompressionstherapie. Diese Systeme werden bei Bedarf zusätzlich genutzt. Die Kompressionsbandage hilft nicht nur, das Ödem zu reduzieren. Sie verbessert auch den venösen Rückfluss und lindert Schmerzen im Gewebe bei dem Lipödem-Syndrom.

Selbstverantwortung als Schlüssel zum Therapieerfolg

Der langfristige (lange Zeit dauernde) Therapieerfolg (Erfolg einer Behandlung) hängt stark von der eigenen Disziplin (Selbstbeherrschung) und Verantwortungsübernahme (für sich selbst verantwortlich sein) der Patienten ab. Patienten müssen lernen, die Behandlung in ihren Alltag zu integrieren (einzubringen).

Ergotherapie

Die Ergotherapie hilft Menschen. Sie hat viele Methoden. Die Ergotherapie will Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Problemen unterstützen. Ziel ist mehr Selbstständigkeit im Alltag. Ergotherapeuten nutzen verschiedene Methoden. Dazu gehören:

Unsere Ergotherapie Leistungen

  • Hirnleistungstraining
  • ADL-Training (Aktivitäten des täglichen Lebens)
  • Beratung und Training zum Gelenkschutz
  • Sensibilitätstraining
  • Hilfsmittelberatung

Sport- und Bewegungstherapie

Es gibt viele Belege (Hilfen), dass Sport und Bewegung gut für die Gesundheit sind. Sportliche Aktivität verringert viele gesundheitliche Probleme. Sie hilft auch bei der Genesung (Besserwerden).

Regelmäßige Bewegung

Regelmäßige Bewegung schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Krankheiten des Herzens und Kreislaufs). Sie hilft auch dem Stoffwechsel (wie der Körper Nährstoffe verarbeitet) und stärkt die Muskeln. Ein starkes Muskelkorsett stabilisiert die Wirbelsäule und die Gelenke. Bei einem Lymphödem (eine Krankheit mit Schwellungen) werden die Muskeln und Gelenke aktiv. Das hilft, die Schwellungen zu verringern. Bewegung hilft, das Gewicht zu halten und übergewicht (Adipositas) zu vermeiden. Bei Lipödem (eine Krankheit mit Schmerzen im Fettgewebe) verringert Bewegung die Schmerzen. Sport hat auch einen positiven Effekt auf die Psyche (Gemütszustand).

Es gibt viele Gründe, einen aktiven und bewegten Lebensstil zu haben.

Die Földiklinik bietet ein vielfältiges Sport- und Bewegungsprogramm an.

Im Vordergrund (Hauptpunkt) der Gruppenangebote steht die Verbesserung der allgemeinen Fitness (körperliche Fitness). So wird die Leistungsfähigkeit (Kraft) für den Beruf und für den Alltag zu Hause erhöht. Das Wohlbefinden (Gesundheit und Glück) wird auch besser.

Die Kurse mit unterschiedlichen Intensitäten (Schwierigkeitsgraden) werden von den Ärzten angepasst. Es gibt viele Bewegungstherapien. Diese reichen von sanften Angeboten wie Tai Chi, Qi Gong, Feldenkrais, Yoga über Aerobic, Tanz, Step-Aerobic, Walking bis hin zu spielerischen Bewegungsformen.

Als Patient können Sie viele Methoden kennenlernen. So finden Sie die passende Bewegungsrichtung für Ihren Alltag.

Sport- und Bewegungsprogramm

Funktionelles Ganzkörpertraining

Es ist eine Mischung aus Cardiotraining und Workout.

Rücken- und Haltungstraining für Arbeitsplatz und Alltag

Hier gibt es viele Tipps für den Alltag. Eine gute Haltung hilft, Rückenbeschwerden zu vermeiden.

Mit dem Atem entspannen

Eine tiefere Atmung hilft, den Lymphfluss zu fördern. Sie hilft auch, zu entgiften, sich zu entspannen und den Alltag besser zu bewältigen.

Mobilisation im Sitzen

Man kann auch im Sitzen Bewegung machen. Das hilft, kräftiger und beweglicher zu werden.

Balance-, Gleichgewichtstraining und Sturzprophylaxe in Klein- und Großgruppen

Das Ziel ist, Stürze zu vermeiden. So kann man schwere Verletzungen und lange Zeiten mit weniger Bewegung vermeiden.

Faszientraining in der Gruppe

Hier geht es ums Dehnen, Lockern und Verklebungen lösen. Faszientraining fördert die Beweglichkeit und die Stabilität.

Faszien-Eigenbehandlung in der Kleingruppe

In der Kleingruppe kann man individuell daran arbeiten, das Gewebe weicher zu machen.

Beckenbodengymnastik

Der Beckenboden ist wichtig für unsere Haltung. Hier steht die bessere Wahrnehmung des Beckenbodens im Fokus.

Tai Chi, Qi Gong

Diese fernöstlichen Bewegungsmethoden helfen, sich zu entspannen. Sie verbessern die Haltung und fördern die Beweglichkeit.

Yoga

Diese Meditationsmethode hat viele Dehnungs- und Kräftigungsfiguren. Sie hilft, besser zu entspannen, und verbessert die Beweglichkeit und Stabilität des gesamten Körpers.

Zumba, Tanz, Step

Mit Musik macht die Bewegung mehr Spaß! Neben dem Herzkreislaufsystem wird auch die Koordination trainiert.

Armgruppe

Die Armgruppe ist speziell für Patientinnen mit Armlymphödem nach Brustkrebs gedacht.

Weniger Schmerzen durch sanfte Bewegung

Sanfte Bewegung ist wichtig. Sie hilft, besser mit Schmerzen umzugehen.

Walking mit Qi Gong

Hier gehen Sie angepasst an Ihr körperliches Leistungsniveau. Sie können mit oder ohne Walkingstöcke in der schönen Landschaft des Schwarzwalds gehen. Es gibt unterschiedliche Belastungsintensitäten.

Geräte-Therapiefläche

Auf der großen Geräte-Therapiefläche können Sie Ihre Mobilität und Fitness verbessern. Es gibt viele Geräte. Dazu gehören:

  • Milon Kraft- und Ausdauerzirkel,
  • Seilzuggeräte,
  • Laufbänder,
  • Fahrradergometer,
  • NuStepgeräte und
  • Motomed-Ergometer.

Sie bekommen eine individuelle Einweisung für ein gesundheitsorientiertes Training.

Behandlung bei Adipositas

Patientinnen und Patienten mit sehr starkem Übergewicht bekommen dieses Angebot. Sehr starkes Übergewicht heißt: Body-Mass-Index 40 (vierzig) Kilogramm pro Quadratmeter oder mehr. Viele haben ein Lymphödem (Schwellung durch Flüssigkeit im Gewebe). Manche haben ein Lipalgie-Syndrom (früher Lipödem-Syndrom; Schmerzen im Fettgewebe). Wir haben ein multimodales Therapiekonzept (mehrere Behandlungs-Teile zusammen) entwickelt. Bei der Behandlung gehören zwei Dinge zusammen. Erstens: die lymphologische Entstauung (spezieller Abbau der Schwellung). Zweitens: eine große Gewichtsreduktion. Das Programm steht unter internistischer Leitung (Leitung durch Ärztinnen und Ärzte für Innere Medizin). Ein qualifiziertes und interdisziplinär arbeitendes Therapeutenteam führt das Programm durch und bewertet es.

Therapeutenteam

  • Internistinnen und Internisten (Ärztinnen und Ärzte für Innere Medizin)
  • Diabetologinnen und Diabetologen (Ärztinnen und Ärzte für Diabetes)
  • Ernährungsmedizinerinnen und Ernährungsmediziner
  • Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner (Hausärztinnen und Hausärzte)
  • Psychologische Psychotherapeutin und Diplom-Psychologin
  • Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten und Lymphtherapeutinnen und Lymphtherapeuten mit Zusatzqualifikation Adipositassport (Sport für Menschen mit Adipositas)
  • Sportpädagoginnen und Sportpädagogen mit Zusatzqualifikation Adipositassport
  • Diätassistentin und Diabetesassistentin (zertifiziert durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft)
  • Diätetisch geschulte Koch
  • Pflegeteam mit Erfahrung im Umgang mit adipösen Patientinnen und Patienten
  • Kooperation mit einem zertifizierten Zentrum für adipositas-chirurgische Eingriffe
  • Kooperation mit einem universitären Zentrum für plastisch-chirurgische Eingriffe

Therapieziele

  • Reduktion des adipositas-assoziierten Lymphödemes oder des Lipalgie-Syndroms (früher Lipödem-Syndrom)
  • Gewichtsreduktion
  • Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands
  • Verbesserung des physischen Gesundheitszustands
  • Verringerung des Herz-Kreislauf-Risikos (kardiovaskuläres Risiko)
  • Erstellung eines konkreten Handlungsplans für die Zeit nach dem Krankenhaus-Aufenthalt
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit oder Wiedereingliederung in das Berufsleben

Die Behandlung von chronischen Wunden

Lymphödeme (Flüssigkeitsansammlung im Gewebe) kommen oft zusammen mit chronischen Wunden (Wunden, die lange nicht heilen) und mit Wundheilungsstörungen vor.

Ein Schwerpunkt der Földiklinik ist das moderne, phasen-angepasste Wundmanagement (Plan zur Behandlung von Wunden).

Unsere Wundmanager (Personen, die Wunden betreuen) sind zertifiziert. Sie werden jährlich geschult.

Wir arbeiten nach den Kriterien und Standards von nationalen und internationalen Fach-gesellschaften.

Deutsche Gesellschaft für Wundheilung

European Wound Management Association

Interdisziplinäres Konzept

Die Behandlung von chronischen Wunden hat nur Erfolg, wenn neben der lokalen Wundbehandlung auch die Diagnose und die Therapie der Grunderkrankung beachtet werden.

Wir arbeiten in einem interdisziplinären Konzept (verschiedene Fach-ärzte und Berufsgruppen arbeiten zusammen).

Ein weiterer Baustein ist die optimale Entstauungstherapie (Behandlung gegen Anschwellen).

Es gibt auch die Möglichkeit einer chirurgischen Wundreinigung.

Ein abschließender Defektverschluss kann durch Hauttransplantation (Stück Haut wird eingesetzt) erfolgen.

Die Hauttransplantation kann unser Kooperationspartner, die Uniklinik Freiburg, übernehmen.

Wundspektrum

  • Ulcus cruris (offene Beine) bei Phlebolymphödem und bei chronisch venöser Insuffizienz (CVI, schlechte Venen-Funktion) und bei postthrombotischem Syndrom (PTS, Folgen nach Blutgerinnsel) und bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK, Durchblutungsstörung in den Beinen).
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und diabetisches Fußsyndrom (Fuß-Probleme durch Diabetes).
  • Dekubitus (Druckwunde) Versorgung und Dekubitusprophylaxe (Vorbeugung).
  • Verbrennungswunden.

 

Wundheilungsstörungen

  • Chronische und iatrogene Wundheilungsstörung nach chirurgischer Behandlung oder nach Bestrahlung einer Krebserkrankung. (Iatrogene bedeutet: durch eine medizinische Behandlung verursacht.) Eventuell mit sekundärem Lymphödem.
  • Wundheilungsstörung infolge Mazeration (Aufweichung der Haut durch Feuchtigkeit), Mykose (Pilz-Befall), Erysipel (Hautentzündung), Abszess (Eiterhöhle) oder nekrotisierender Fasziitis (schnell fortschreitende Gewebe-Zerstörung) bei chronischem Lymphödem Stadium 3 (drei).
  • Posttraumatische Wundheilungsstörung (nach Verletzung).
  • Palliative Wundsituation (Wunden, bei denen die Behandlung die Beschwerden lindern soll, nicht unbedingt heilen).

Die Aufnahme erfolgt über einen Antrag für Rehabilitation oder für Anschlussheilbehandlung.

Vor der stationären Aufnahme müssen der Patientenverwaltung folgende Unterlagen vorliegen:

  • Aktueller Bakteriologiebefund inklusive Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) und multiresistente gramnegative Bakterien (MRGN). (Bakterien, die gegen viele Antibiotika resistent sind.)
  • Relevante Befunde und Arztberichte. Dazu gehört Wunddokumentation, Bilddokumentation und Wundausmaß (Größe der Wunde).
  • Angaben zu Grunderkrankungen. Zum Beispiel Multimorbidität (mehrere Krankheiten), Mobilität (Beweglichkeit), Pflegeaufwand (wie viel Hilfe gebraucht wird) und die Notwendigkeit eines Krankenbettes.
  • Befunddurchsicht durch einen Facharzt (Ärztliche Prüfung der Unterlagen).
  • Je nach Behandlungs- und Pflege-Aufwand muss ein Sonderentgelt (zusätzliches Geld) bei den Kostenträgern (Versicherungen) beantragt werden.

Behandlung von internistischen Begleiterkrankungen

Nach der ärztlichen Aufnahmeuntersuchung kontrollieren und behandeln wir bekannte Begleiterkrankungen.

Diese Krankheiten können das Lymphödem schlimmer machen.

Besonders Patientinnen und Patienten mit einem Lymphödem aus mehreren Gründen brauchen eine Behandlung durch Fachärztinnen und Fachärzte für Innere Medizin.

Diese Ärztinnen und Ärzte behandeln auch Krankheiten, die das Ödem schlimmer machen.

Wir geben alle Formen von Medikamenten.

Wir machen weitere Untersuchungen, wenn es Hinweise auf solche Krankheiten gibt.

Wir arbeiten mit onkologischen Zentren zusammen.

Wir führen laufende Chemotherapien weiter, wenn das nötig ist.

Interdisziplinäre (mehrere Fachbereiche zusammen) Diagnostik und Behandlung der Begleiterkrankungen

  • Lymphologie (Indocyaningrün-Fluoreszenzszintigraphie, eine spezielle Bild-Untersuchung mit Farbstoff)
  • Gefäßdiagnostik (Licht-Reflexions-Rheographie, eine Messung der Venen; Doppler-Untersuchung; Farb-kodierte Duplex-Sonographie, eine Ultraschall-Untersuchung)
  • Diabetologie (Behandlung von Diabetes)
  • Innere Medizin
  • Bariatrie (Beratung zur Adipositas-Chirurgie, Operation bei starkem Übergewicht)
  • Gynäkologie und Endokrinologie
  • Ernährungsberatung
  • Psychotherapie

Pflegerisches Schmerz-Management

"Lass nicht zu, dass Schmerz dich verändert."

In der pflegerischen Schmerz-Therapie lernen Sie Methoden.

Diese Methoden helfen bei Schmerz-Linderung.

Sie lernen auch, wie Sie gegen den Schmerz vorgehen können.

Es gibt folgende nicht-medikamentöse Anwendungen (Behandlungen ohne Medikamente):

  • rhythmische Einreibungen nach Wegmann und Hauschka (eine spezielle Massage)
  • Wärme-Kälte-Anwendungen (Wärme und Kälte auf den Körper)
  • Aroma-Pflege (Pflege mit Duft-Ölen)
  • Dolografie-Karten (Karten zur Beschreibung von Schmerzen)

Wir beraten Sie auch beim Umgang mit Analgetika (schmerzlindernde Medikamente).

Das Ziel ist, dass Sie als ganze Person gestärkt werden.

Das Ziel ist auch, dass Sie lernen, besser mit Ihrer Schmerz-Situation umzugehen.

In unserem inter-disziplinären Schmerz-Team arbeiten verschiedene Berufs-Gruppen zusammen (verschiedene Berufs-Gruppen).

Das Schmerz-Team bespricht Ihre Schmerz-Situation in internen Besprechungen (Besprechungen innerhalb der Einrichtung).

Das Team erstellt eine persönliche Schmerz-Therapie.

Pflegeleitbild

Pflegeleitbild von der Földiklinik

Wir helfen unseren Patienten bei der Planung und Organisation von ihrem Tagesablauf. Wir geben Ratschläge und sind immer in Kontakt mit allen Fachbereichen.

Pflege (das Kümmern um kranke Menschen) bedeutet für uns, dass wir sie gut und verantwortungsvoll betreuen. Das machen wir nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen (Wissen aus der Forschung). Dabei steht der Patient im Mittelpunkt. Angehörige (Familienmitglieder oder Freunde) und Bezugspersonen (wichtige Menschen für den Patient) werden auf Wunsch eingeplant. So können sie den Heilungsprozess (die Genesung) fördern und unterstützen.

Unser Pflegekonzept ist die fachliche Basis (das Grundwissen) von der pflegerischen Tätigkeit. Es passt zu unserem Klinikleitbild und zu unserem Pflegeleitbild.

Für uns ist Pflege eine ganzheitliche und aktivierende Pflege. Diese Pflege sieht die Person als Ganzes. Sie unterstützt die Person bei der Genesung (Wiederherstellung der Gesundheit).

Das wichtigste Ziel von unserer Pflege ist es, die Lebensqualität von unseren Patienten zu halten, zurückzubringen oder zu verbessern.

Wir versuchen, die individuellen Bedarfe (Wünsche und Bedürfnisse) von jedem Patienten in die Pflege einzubeziehen. Wir stellen diese in den Mittelpunkt von unserem Handeln. Wir achten immer auf kulturelle (sittliche) und religiöse (glaubensmäßige) Bedarfe und respektieren sie.

Wir möchten das körperliche und seelische Wohlbefinden von unseren Patienten verbessern. Wir wollen auch ihre Ressourcen (Fähigkeiten) stärken.

Psychologie

Unsere 3 (drei) erfahrenen Diplom-Psychologinnen begleiten Sie bei psychologischen Fragen oder Problemen. Sie helfen auch über Ihre Grunderkrankung hinaus. Die Grunderkrankung kann ein Lymphödem oder ein Lipödem-Syndrom sein. Die Hilfe gibt es in Gruppen-Angeboten und in Einzel-Angeboten.

Wir begleiten Sie therapeutisch

  • Individuell auf Sie abgestimmt.
  • Auf dem neuesten Stand der Psychotherapie-Forschung.
  • Ressourcen (Ihre Fähigkeiten und Stärken) und Lösungs-orientiert.

Unser Gruppen-Angebot für Sie

Psychologische Schulungen

  • Stress-Bewältigung.
  • Lipalgie-Gruppe – interaktiver Workshop. (Schmerz-Gruppe bei Lipödem.)
  • Achtsamkeit und achtsames Essen. (Achtsamkeit = aufmerksames Wahrnehmen.)
  • Übungsgruppe Achtsames Frühstück.
  • Vortrag Chronischer Schmerz. (Chronischer Schmerz = anhaltender Schmerz.)
  • Autogenes Training. (Entspannungs-Methode.)

Im Rahmen der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation:

  • Stress-Bewältigung im Arbeitsleben.
  • Kommunikation und Konflikte am Arbeitsplatz.

Psychologische Einzel-Gespräche – unsere Methoden

  • Systemische Therapie – ressourcen- und lösungs-orientiert. (Wir schauen auf Beziehungen.)
  • Verhaltenstherapie. (Veränderung von Verhalten und Gedanken.)
  • Hypnotherapie (Behandlung mit Hypnose).
  • Psychoonkologie (psychologische Hilfe bei Krebs).
  • Traumatherapie EMDR (spezielle Trauma-Therapie mit Augen-Bewegungen).
  • Prozess- und Embodiment-fokussierte Psychologie PEP® nach Dr. M. Bohne. (PEP = Methode zur schnellen Bearbeitung belastender Gefühle.)
  • Achtsamkeits-basierte Verfahren (Übungen zur inneren Ruhe).

Wir sind mit psychologischen Einzel-Gesprächen für Sie da bei:

  • Problemen mit der Krankheits-Bewältigung.
  • Depression (anhaltende Traurigkeit und Antriebslosigkeit).
  • Angst-Störungen oder Panik-Störungen.
  • Posttraumatische Symptome (Probleme nach einem schlimmen Erlebnis).
  • Ess-Störungen wie zum Beispiel Binge Eating (Essanfälle).
  • Chronische Schmerz-Syndrome (anhaltende Schmerzen).
  • Krisen-Situationen.
  • Probleme oder Konflikte im Arbeitsleben.
  • Trauer.
  • Vorbereitung auf eine bariatrische Operation (Operation gegen starkes Übergewicht) im Rahmen des Adipositas-Programms (Programm gegen starkes Übergewicht).
  • Psychische Belastungen (seelische Sorgen), unter denen Sie leiden.

Bei Bedarf begleiten wir Sie gerne in psychologischen Einzel-Gesprächen. Wir bieten auch Angehörigen-Gespräche, Paar-Gespräche oder Familien-Gespräche.

Die Verordnung (die Anweisung für die Gespräche) erfolgt im Rahmen des ärztlichen Aufnahme-Gesprächs. Oder die Verordnung erfolgt über Ihren betreuenden Stations-Arzt.

Ernährungstherapie

Ernährung versorgt den Körper mit Energie.

Energie kommt aus Kohlenhydrate (Zucker und Stärke), Eiweiß (Bausteine für den Körper) und Fette (Fett als Energiespeicher).

Ernährung liefert auch wichtige Nährstoffe (Stoffe, die der Körper braucht), Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe (Stoffe in Pflanzen, die gesund sein können).

Mit gesunder Ernährung können wir Krankheiten vermeiden.

Ernährungs-abhängige Erkrankungen (Krankheiten, die mit dem Essen zu tun haben) kann man so vorbeugen.

Man kann bestehende Krankheiten auch mit Therapie durch Ernährung unterstützen.

Unser Ernährungs- konzept in der Klinik

Der Ansatz ist ganzheitlich (alles wird zusammen betrachtet).

Im Mittelpunkt steht eine gesunde und ausgewogene Ernährung.

Die Ernährung soll abwechslungsreich und bunt sein.

Wichtig sind viele Ballaststoffe.

Nach den aktuellen Studien ist eine Orientierung an der mediterranen Kost (Essen aus Ländern am Meer, viel Gemüse, wenig Fleisch) sinnvoll.

Die Ernährung soll überwiegend pflanzenbasiert sein (viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte).

Wenn möglich, sollen die Lebensmittel nachhaltig, regional (aus der Gegend) und saisonal (zur richtigen Jahreszeit) sein.

  • Achtsames Essen (ruhig essen und gut auf den Körper achten).
  • Bewegung (körperliche Aktivität).

Unser Beratungsangebot

Einzelberatung

Die Beratung ist individuell.

Sie basiert auf dem zu Hause ausgefüllten Ernährungsprotokoll (Aufschreiben, was man isst).

Die Einzelberatung hilft zum Beispiel bei folgenden Problemen:

  • Adipositas (Fettleibigkeit).
  • Hypercholesterinämie (hoher Cholesterinwert im Blut).
  • Lebensmittelunverträglichkeiten (wenn bestimmte Lebensmittel Bauch- oder andere Beschwerden machen).
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).
  • und so weiter.

Gruppenschulungen

  • Seminar zu gesunder Ernährung (Vortrag und Gespräche).
  • Interaktiver Workshop zu entzündlichen Erkrankungen (mit Übungen und Austausch).
  • Lehrküchenveranstaltungen (Kochkurse in einer Lehr-Küche).
  • Einkaufsschulungen (lernen, gut und gesund einzukaufen).

Ernährungsprotokoll

Die Lehrküche der Földiklinik

Sozialberatung

Unsere Sozialberatung informiert und berät Patienten und ihre Angehörigen (zum Beispiel Familie oder nahe Personen).

Die Beratung hilft bei sozialen Fragen. Die Beratung hilft bei persönlichen Fragen. Die Beratung hilft bei beruflichen Fragen. Die Beratung hilft bei finanziellen Fragen. Die Beratung hilft bei sozialrechtlichen Fragen (Fragen zu Rechten und Leistungen). Die Beratung ist umfassend. Die Beratung schaut auf den ganzen Menschen. Die Beratung erfolgt mit Kompetenz (Fachwissen) und mit Einfühlungsvermögen (wir verstehen Gefühle).

Selbsthilfe-Potenziale und persönliche Ressourcen

Das Ziel der Beratung ist, Belastungen zu verringern. Die Belastungen kommen durch eine Erkrankung am Lymphgefäßsystem (Gefäße, die Lymphflüssigkeit transportieren). Die Belastungen sind auch seelisch und sozial (psychosozial bedeutet: Seele und Leben mit anderen Menschen).

Die Beratung aktiviert Selbsthilfe-Potenziale (Fähigkeiten, sich selbst zu helfen). Die Beratung erschließt persönliche Ressourcen (Stärken). Die Beratung bezieht das soziale Umfeld (Familie, Freunde) mit ein. Die Beratung soll die Belastung abbauen oder mildern.

Wir fühlen uns in die Lage der Patienten und ihrer Bezugspersonen (Personen, die dicht bei ihnen sind) ein. Diese Bereitschaft ist die Grundlage für eine gute Beratung. Wir erarbeiten gemeinsam mit den Patienten Bewältigungsstrategien (Wege, mit Problemen fertig zu werden). Wir finden zusammen Problemlösungen.

Organisation & Koordination

Wir helfen bei der Organisation der weiteren gesundheitlichen und sozialen Versorgung. Wir koordinieren Versorgungsleistungen (Leistungen wie Hilfe oder Behandlung). Während des Klinikaufenthaltes (Aufenthalt im Krankenhaus) planen wir die passende Anschlussversorgung (Hilfe nach der Klinik). Wir arbeiten mit dem Patienten, dem sozialen Umfeld und nachstationären Diensten und Einrichtungen zusammen. Wir regen die Anschlussversorgung an. Wir koordinieren die Anschlussversorgung.

Leistungsspektrum Sozialberatung

  • Vortrag "Das soziale Netz" (Vortrag = kurze Präsentation mit Informationen).
  • Medizinisch-berufliche Rehabilitation für Rehabilitanden mit BBPL (BBPL = spezielle Leistungsgruppe).
  • monatliches Zusatzangebot der Selbsthilfegruppe "Lymphselbsthilfe".
  • Informationsveranstaltung
    • Grad der Behinderung (Angabe, wie stark eine Beeinträchtigung ist).
    • Rehasport (sportliche Angebote zur Rehabilitation).
  • Einzelberatung (Beratung nur für eine Person).

Weitere Informationen zu unserem Leistungsspektrum

Vorstellung der Selbsthilfegruppe "Lymphselbsthilfe"

MBOR

MBOR steht für Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitationsmaßnahme.

Patienten, die an diesem Programm teilnehmen, haben besondere berufliche Probleme. Diese Probleme werden mit einem Screeningbogen (Fragebogen) festgestellt.

Diese Probleme zeigen sich in:

  • schwierigen sozialmedizinischen Verlaufsformen, wie zum Beispiel langen oder häufigen Zeiten der Arbeitsunfähigkeit.
    Oder Arbeitslosigkeit wegen gesundheitlicher Einschränkungen.
  • schlechten beruflichen Prognosen (schlechte Aussichten)
    (zum Beispiel die Sorge, die Anforderungen am Arbeitsplatz nicht erfüllen zu können).
  • beruflichen Veränderungen, die aus sozialmedizinischer Sicht notwendig sind.
  • einer hohen beruflichen Belastung, eventuell auch durch gesundheitliche Einschränkungen, die von der beruflichen Tätigkeit kommen.

Einzelgespräche und Gruppenarbeit

Betroffene Patienten werden von verschiedenen Fachbereichen betreut. Dazu gehören: Medizin, Psychologie, Physiotherapie, Ergotherapie, Ernährung und Sozialberatung. Die Betreuung erfolgt durch Methoden von Einzelgesprächen und Gruppenarbeit.

  1. berufsbezogene Diagnostik (Prüfung von Fähigkeiten, individuelle Therapieziele).
  2. psychosoziale Arbeit.
  3. berufsbezogenes Umfeld.
  4. und das Arbeitsplatztraining.

Das bedeutet, dass während der Rehabilitation sowohl die Gesundheit als auch die berufliche Situation und die beruflichen Perspektiven wichtig sind.

Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit

Das Ziel des Kostenträgers (Zahlstelle) der Rentenversicherung ist, die Erwerbstätigkeit (Arbeit) zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen. Die Dauer der Teilnahme am sozialen Leben soll unter Beachtung von Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit ermöglicht werden. Es ist uns wichtig, dass die Erfahrungen aus der Rehabilitation in den Alltag übertragen werden.

Die Rehabilitationsmaßnahme ist besonders wichtig für die weitere gesundheitliche und berufliche Zukunft!

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Krankheit Lymphödem ist für die Patientinnen und Patienten sehr schwer. Sie ist eine dauerhafte Krankheit. Die Menschen fühlen sich oft schlecht. Hilfe von Freundinnen und Freunden, sowie von der Familie ist sehr wichtig. Aufklärung (Wissen über ein Thema) und Schulung (Lernen) sind nötig. Denn die Patientinnen und Patienten müssen jeden Tag im Jahr mit ihrer Krankheit leben.

In ärztlichen Vorträgen und in Kompressionsbandagekursen lernen Sie, wie Sie sich selbst helfen können. Sie erfahren alles Wichtige für das Leben mit dem Lymphödem. Eltern, deren Kinder betroffen sind, können in einer speziellen Schulung von unseren Therapeuten lernen, wie sie ihr Kind behandeln.

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